Es ist soweit… meine Zeit hier in St. Gallen nähert sich dem Ende und ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück nach Hause. Mein Auslandssemester in der Schweiz wird für mich ein unvergessliches Erlebnis bleiben und ich werde mich immer wieder gerne an die vielen netten Menschen, besonders diejenigen in diesem Haus, und an die zahlreichen schönen Augenblicke zurückerinnern. Mit meinem weinenden Auge nehme ich Abschied von dieser kurzen, aber schönen Zeit. Mit meinem lachenden Auge freue ich mich jedoch riesig darauf wieder in mein gewohntes Umfeld, nach Hause, zurückzukehren. Dort warten schließlich alle die Menschen auf mich, die mir das Meiste in meinem Leben bedeuten!
Ich bin glücklich darüber, dass ich die Schweiz als das Land ausgewählt habe, in dem ich mein Auslandssemester verbringen möchte. Ich habe selten ein – trotz seiner bescheidenen Größe – so vielseitiges und beeindruckendes Land gesehen!
Wie unschwer aus meinen Berichten, Fotos sowie Videos zu entnehmen ist, hat die Schweiz einiges zu bieten. Natur pur – eine unendliche Weite an saftig grünen Wiesen, unzählige abgelegene Dörfer und vereinzelte Berghütten, das imposante Massiv der Alpen wo sich der Schnee nur so türmt und im Kontrast dazu die Palmen an den Uferpromenaden der südlich gelegenen Seen.
Neben der Vielfältigkeit in der Natur herrscht hier auch eine Vielfältigkeit in der Sprache. Gleich vier Amtssprachen werden in der Schweiz gesprochen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Vor allem diese Verschiedenartigkeit der Sprachen trägt dazu bei, dass man hier nicht nur auf den original Schweizer trifft, sondern ebenfalls eine bunte Mischung an Einwanderern antrifft. Auch in St. Gallen findet sich diese multikulturelle Mischung wieder, nicht zuletzt aus dem Grund, dass bis zu 25% der Studierenden der Hochschule St. Gallen Austauschstudenten aus aller Welt sind. Demnach kann ich auch mit Recht behaupten, dass man eben auch in dieser “deutschsprachigen” Stadt dazu aufgefordert ist (vor allem) Englisch zu sprechen, wenn man Kontakte knüpfen will, da diese nun einmal die einzige Sprache ist, die hier von allen Studenten einheitlich verstanden wird. Indem ich das Wort deutschsprachige im vorherigen Satz in Anführungszeichen setze, möchte ich damit ausdrücken, dass es hier selbst für mich als Deutschsprachige doch immer wieder Sprachbarrieren gab. Versuch mal einer die Schweizer zu verstehen
Aber glücklicherweise erkennen die Schweizer oftmals doch sehr schnell an dem verwirrten Gesichtsausdruck der “unwissenden” Deutschen, dass diese nichts von dem verstehen, was man ihnen zu sagen versucht und gehen dann zum verständlicheren Hochdeutsch über.
Und da ich dieses Land in mein Herz geschlossen habe und es gar nicht erwarten kann wieder zurückzukehren, ist der nächste Schweizaufenthalt schon für die Zeit zwischen den Tagen geplant. Natürlich werde ich auch dann noch einmal in diesem Blog darüber berichten, was wir hier alles erlebt und gesehen haben.
Bis dahin wünsche ich meinen Bloglesern eine besinnliche Adventszeit und ein fröhliches Weihnachtsfest!
P.S.: Auf der Karte könnt ihr sehen, wo ich bisher überall in der Schweiz gewesen bin. Um ein paar rückblickende Fotos in der Slightshow zu sehen, klickt einfach auf die Karte
