Good Bye St. Gallen!

19 12 2008

Es ist soweit… meine Zeit hier in St. Gallen nähert sich dem Ende und ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück nach Hause. Mein Auslandssemester in der Schweiz wird für mich ein unvergessliches Erlebnis bleiben und ich werde mich immer wieder gerne an die vielen netten Menschen, besonders diejenigen in diesem Haus, und an die zahlreichen schönen Augenblicke zurückerinnern. Mit meinem weinenden Auge nehme ich Abschied von dieser kurzen, aber schönen Zeit. Mit meinem lachenden Auge freue ich mich jedoch riesig darauf wieder in mein gewohntes Umfeld, nach Hause, zurückzukehren. Dort warten schließlich alle die Menschen auf mich, die mir das Meiste in meinem Leben bedeuten!

Ich bin glücklich darüber, dass ich die Schweiz als das Land ausgewählt habe, in dem ich mein Auslandssemester verbringen möchte. Ich habe selten ein – trotz seiner bescheidenen Größe – so vielseitiges und  beeindruckendes Land gesehen!

Wie unschwer aus meinen Berichten, Fotos sowie Videos zu entnehmen ist, hat die Schweiz einiges zu bieten. Natur pur – eine unendliche Weite an saftig grünen Wiesen, unzählige abgelegene Dörfer und vereinzelte Berghütten, das imposante Massiv der Alpen wo sich der Schnee nur so türmt und im Kontrast dazu die Palmen an den Uferpromenaden der südlich gelegenen Seen. 

Neben der Vielfältigkeit in der Natur herrscht hier auch eine Vielfältigkeit in der Sprache. Gleich vier Amtssprachen werden in der Schweiz gesprochen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Vor allem diese Verschiedenartigkeit der Sprachen trägt dazu bei, dass man hier nicht nur auf den original Schweizer trifft, sondern ebenfalls eine bunte Mischung an Einwanderern antrifft. Auch in St. Gallen findet sich diese multikulturelle Mischung wieder, nicht zuletzt aus dem Grund, dass bis zu 25% der Studierenden der Hochschule St. Gallen Austauschstudenten aus aller Welt sind. Demnach kann ich auch mit Recht behaupten, dass man eben auch in dieser “deutschsprachigen” Stadt dazu aufgefordert ist (vor allem) Englisch zu sprechen, wenn man Kontakte knüpfen will, da diese nun einmal die einzige Sprache ist, die hier von allen Studenten einheitlich verstanden wird. Indem ich das Wort deutschsprachige im vorherigen Satz in Anführungszeichen setze, möchte ich damit ausdrücken, dass es hier selbst für mich als Deutschsprachige doch immer wieder Sprachbarrieren gab. Versuch mal einer die Schweizer zu verstehen ;-) Aber glücklicherweise erkennen die Schweizer oftmals doch sehr schnell an dem verwirrten Gesichtsausdruck der “unwissenden” Deutschen, dass diese nichts von dem verstehen, was man ihnen zu sagen versucht und gehen dann zum verständlicheren Hochdeutsch über.

Und da ich dieses Land in mein Herz geschlossen habe und es gar nicht erwarten kann wieder zurückzukehren, ist der nächste Schweizaufenthalt schon für die Zeit zwischen den Tagen geplant. Natürlich werde ich auch dann noch einmal in diesem Blog darüber berichten, was wir hier alles erlebt und gesehen haben. 

Bis dahin wünsche ich meinen Bloglesern eine besinnliche Adventszeit und ein fröhliches Weihnachtsfest!

P.S.: Auf der Karte könnt ihr sehen, wo ich bisher überall in der Schweiz gewesen bin. Um ein paar rückblickende Fotos in der Slightshow zu sehen, klickt einfach auf die Karte :-)

Rückblick Schweiz





Schnee in St. Gallen

13 12 2008

Um ein wenig frische Luft an unsere vom Lernen strapazierten Köpfe zu bekommen, haben Nata und ich heute eine kleine Schneewanderung in St. Gallen unternommen. ;-) Um die Slightshow zu sehen, klickt bitte auf auf das Foto.

Schnee in St. Gallen





St. Gallen hat mich wieder…

2 12 2008

…im Moment allerdings leider eher zum Lernen als zum Reisen. Ab dem 11.12.08 startet meine Prüfungsphase. Also drückt mir die Daumen. :-)

Und am 20.12.08 geht es dann wieder endgültig zurück in die Heimat.





Schneeflöckchen, Weißröckchen, da kommst du geschneit…

22 11 2008

Endlich hat es auch in St. Gallen begonnen zu schneien! Wer weiß, wie sehr ich Eis, Schnee und Kälte liebe, der wird sich jetzt sicher mit mir freuen ;-)





Hop Schwiz!!

20 11 2008

Gestern war Fußball angesagt…

Um 20:30 Uhr trafen in der St. Galler AFG Arena (in der auch schon unsere Deutsche Nationalmannschaft während der EM in der Schweiz trainierte) die Schweizer Nati (ausgesprochen wie Nazi, was bei uns kurz für Verwunderung sorgte) und die Finnische Nationalmannschaft aufeinander. Wir dachten uns, dass man bei so einem Großereignis natürlich nicht fehlen darf, wenn man schonmal in St. Gallen wohnt. Leider entpuppte sich das Spiel dann allerdings als weniger unterhaltend und die Schweizer Fans waren auch nicht so heiß wie man es von dem fußballvernarrten Deutschland gewohnt ist. Zwischendurch ein leichtes Grölen und unverständlicher Gesang… “Wär nid gumpä isch ke Schwiizer, hoi hoi” (oder so ähnlich – der Schweizer Dialekt ist ja nicht immer ganz so verständlich…). Nach kurzer Verwirrung klärte mich dann eine einheimische Bekannte auf, dass es so viel heißt wie “Wer nicht hüpft, der ist kein Schweizer, hoi hoi” ;-)

Erst kurz vor Spielende (in der 84. Minute) fiel dann dank Reto Ziegler doch noch ein Tor, so dass selbst die ruhigen Schweizer endlich pfeifend, singend und grölend auf Hochtouren kamen.

Hiermit dann auch noch ein Gruß aus der schönen Schweiz an meine lieben Kommilitonen in Finnland!! :-)





Impressions of St. Gallen

14 11 2008

Impressions of St. Gallen
Bitte auf das Bild klicken, um die Slightshow zu sehen.





St. Gallen bebt!

17 10 2008

Seit letzter Woche Donnerstag bis kommenden Sonntag ist hier OLMA angesagt, so dass die Besucher nur so in die Stadt strömen…

Ihr wisst nicht was die OLMA ist?

Hier ein kleiner Versuch dieses Schauspiel annähernd zu beschreiben…

OLMA steht für Ostschweizerische Land- und Milchwirtschaftliche Ausstellung. Diese findet alljährlich im Herbst auf dem OLMA-Messegelände in St. Gallen statt. Jedes Jahr ist ein anderer Schweizer Kanton Ehrengast auf der OLMA, dieses Jahr ist es der Kanton Waadt, welcher sich unter dem Motto “Das Waadtland: einzigartig” vorstellt. Die Messe hat einiges zu bieten. Es gibt verschiedene Hallen mit Sonderschauen, Tierausstellungen und vielem mehr.

Eine der Hauptattraktionen der OLMA ist das alltägliche Pig Race, welches selbst den sonst doch sehr ruhigen Schweizer zu Hochtouren auflaufen lässt ;-)

Auch die so genannten Degustationshallen haben es in sich. Hier können Wein und Bier aus so ziemlich jeder Region der Schweiz gekostet werden. Die harmlose Kost entwickelt sich für den ein oder anderen Besucher jedoch des öfteren zum zünftigen Besäufnis, so dass in den Hallen die Hölle los ist und man froh sein kann, wenn man die Hallen wieder heil (und einigermaßen nüchtern) verlassen hat ;-)

Um 19 Uhr schließt die Messe. Anschließend finden sich einige der Gäste noch auf dem Jahrmarkt ein, wo weiter getrunken und gefeiert wird.

Uns war es gestern jedoch etwas zu anstrengend auf dem Jahrmarkt, weil es ziemlich heftig am regnen war und die anderen Besucher zum Großteil stark angetrunken waren. Statt dessen sind wir dann weiter in die Stadt gegangen und haben uns das Schützi dort schmecken lassen.





Zur Geschichte und Legende St. Gallens

25 09 2008

Die Entstehung St. Gallens geht auf das Jahr 610 zurück. Zu dieser Zeit kamen irische Missionare in das Land, um die heidnischen Alemannen zu bekehren. Sie wurden jedoch vertrieben. Nur der irische Mönch Gallus blieb mit seinem Gefährten Hiltibod in der Schweiz zurück. Dort soll er eines Abends von einem wilden Bären bedroht worden sein. Gallus blieb ruhig und sprach zu dem Bären: ”Ich gebiete dir im Namen des Herrn. Nimm dieses Holz und trage es ins Feuer!” Das Tier gehorchte seinen Worten und trug das Holz zum Feuer. Anschließend reichte Gallus ihm einen Laib Brot, unter der Bedingung, dass sich der Bär nie wieder in der Nähe des Menschen zeige. Hiltribod, der Zeuge dieses unglaublichen Vorfalls wurde, wusste von diesem Tag an, das der Herr mit ihnen war, wenn selbst die wildesten Tiere des Waldes den Worten Gallus gehorchten. Und der Bär wurde nie wieder in der Nähe des Menschen gesehen.

Gallus deutete seine Begegnung mit dem Bären so, dass er sich an dieser Stelle niederlassen solle, um die Kräfte der Natur zu bezwingen. Er und seine nachfolgenden Gefährten erbauten an dem Ort eine Klause. Gallus lebte als Eremit, sammelte jedoch viele Schüler um sich und bekämpfte heidnische Bräuche.

Zu Ehren Gallus gründete der alemannische Priester Othmar im Jahre 719 eine Abtei mit dem Namen St. Gallus.  

In Zeiten der Verfolgung der Iren durch die Wikinger wurde St. Gallen zu einer Zufluchtsstätte für irische Gelehrte und Künstler. Nicht zuletzt aus diesem Grund findet sich in der Stiftsbibliothek, der Bibliothek des ehemaligen Benediktinerklosters St. Gallen, welche heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, unter der Vielzahl an historischen Handschriften, Frühdrucken und Büchern eine Großzahl an irischen Schriften.

www.st.gallen.ch/geschichte






Die ersten Tage in St. Gallen

9 09 2008

Nachdem ich schon fast eine Woche in meiner Wohnung in der Schweiz bin, habe ich jetzt auch endlich Internet, so dass ich euch nun regelmäßig aus St. Gallen berichten kann.

Nach meiner Ankunft am Mittwoch Nachmittag habe ich erstmal meine Wohnung bezogen. Meine Mitbewohnerin Natalya aus Russland nahm mich sehr nett in Empfang. Zudem trugen die schöne Wohnung und mein großes Zimmer dazu bei, dass ich mich sofort wie zu Hause fühlte.

Insgesamt leben wir mit drei Mädels in unserer WG. Jenny, die Dritte im Bunde, ist gestern aus Kanada angereist.

Dank des Buddysystems von der Uni habe ich auch schon viele nette und interessante Menschen aus aller Welt kennen gelernt. Am Donnerstag Abend waren wir alle zusammen bowlen und gestern Abend auf der Fondue Night. Ab Mittwoch beginnen dann die offiziellen Einführungstage an der Uni, so dass mich – langsam aber sicher – doch wieder das “normale” Studentenleben zurück hat.








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